Häufig gestellte Fragen

Wozu das Ganze?

Der Club der Polnischen Versager ist erst vor Kurzem politisch aktiv geworden. Die politischen Umstände und die aktuelle Regierung in Polen haben uns wachgerüttelt und uns gezeigt, dass sicher geglaubte Errungenschaften der demokratischen Welt stets aufs Neue bewahrt, ja erkämpft werden müssen. Aber nicht nur in Polen. Eine ähnlich rechtskonservative, rechte, rechtspopulistische, antieuropäische Politik findet man in vielen Ländern Europas. Ungarn, Tschechien, die Slowakei, aber auch Österreich oder Italien sind handfeste Beispiele dafür.

Gründe dafür sind der Populismus, der verlorene Glaube an das demokratische System, die Politikverdrossenheit, die Neigung, sich mit einfachen Halbwahrheiten zufrieden zu geben und letztendlich auch die Unwissenheit über das politische System. Hier greift die PPD ein. Das Projekt um eine fiktive Parteigründung erklärt nicht nur das Parteiensystem, sondern setzt sich spielerisch damit auseinander. Es ist Schulbank und Sandkasten in einem.

Angetrieben von der ernsten Absicht, Menschen die Politik näherzubringen, versuchen wir es mit einem anschaulichen und handfesten Beispiel: PPD — Polnische Partei Deutschlands.

Wir machen uns Sorgen um die Demokratie. Wir machen uns Sorgen um Europa. Unser Unwissen macht den Populisten dieses Spiel ziemlich einfach. Deswegen wollen und müssen wir aktiv werden. Das ist unsere Pflicht und diese üben wir auf unsere Art und Weise aus.

PPD – für wen?

PPD — die Polnische Partei Deutschlands richtet sich nicht nur an die fast 2 Millionen Polen in Deutschland, die ihre politische Heimat noch nicht gefunden haben, sondern auch an alle anderen, die wie wir prodemokratisch, proeuropäisch denken, und die bis jetzt nicht gehört worden sind.

Was will die PPD?

Die Macht erobern!!!

Aber vorher: Aufklären und Spaß machen.

Was hat Satire in diesem System zu suchen?

Wir leugnen unsere Liebe zur Satire nicht. Im Gegenteil, wir wissen um ihre Kraft und Energie. Wir kennen ihre Vorteile. Wir arbeiten seit Jahren mit ihr. Auch diesmal wird sie uns begleiten, als kleines Rädchen im System, als Ventil für schwierige Aspekte des Projektes und Köder für eventuelle Mitstreiter. Mehr aber auch nicht.

Welche Ziele hat die PPD?

Es gibt mehrere Ziele des PPD-Projektes:

  1. Das Parteiensystem von innen kennenlernen
  2. Viele Szenarien einer Partei durchleben
  3. Praktische, politische Erfahrungen sammeln
  4. Ein Netzwerkaufbau von politische engagierten Menschen
  5. Am Ende des Projektes ein Manifest der PPD an die aktive Politik schreiben
  6. Eine Kommunikationsplattform mit der Politik schaffen
  7. Mögliecherweise auch eine echte Partei gründen
Gibt es ein PPD-Parteiprogramm?

Es entsteht gemeinsam in einem langen Prozess. Die Eckpunkte sind aber klar — prodemokratisch, proeuropäisch, proökologisch, promenschlich.

Wie sind wir auf die Idee gekommen, die PPD zu gründen?

Der direkte Impuls war die veränderte politische Situation in Polen, seit die rechtskonservative Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ mit demokratischen Mitteln die demokratischen Grundlagen außer Kraft gesetzt hat. Vor unseren Augen wurden Demokratie und eine Gesellschaft kaputtgemacht. Dies wollen wir nicht in Deutschland erleben.

Wie sieht der Projektplan aus?

Wir fahren das Projekt zweigleisig. Erstens durch öffentliche Treffen mit Experten. Zweitens durch öffentliche Satireshows.

Die Experten beliefern uns mit dem nötigen Wissen. Das ist wichtig. Doch leider werden sie nicht alle erreichen und vor allem nicht die Wichtigsten, also die politisch Inaktiven. Hier greift die Satireshow. Die Show vermittelt das Expertenwissen auf humorvolle Art und Weise, leicht und barrierefrei. Dadurch sollen Menschen auf das Thema aufmerksam gemacht werden, die sonst mit Politik nichts zu tun haben.

Zusätzlich werden wir uns im Club der Polnischen Versager am Stammtisch im Backsalon treffen und je nach Zuwendung planen wir auch die Parteitage.

Mithilfe des Projekts sollen ihre Neugier und ihr Wunsch mitzumachen geweckt werden. Das Projekt begleitet eine fiktive Parteigründung und Parteientwicklung bis zur Bundestagswahl. Mit allen schönen, manchmal auch weniger schönen, aber sehr wichtigen Punkten. Wir organisieren Parteitreffen und werden auch Parteitage durchführen.

Was ist das Polnische an der Partei?

Die Ideengeber der PPD sind Polen um den Club der Polnischen Versager. Diese Partei so zu nennen war ein Akt der Ehrlichkeit. Wir sind Polen. Das heißt aber nicht, dass wir nur für polnische Interessen kämpfen. Nein, im Gegenteil. “Das Polnische” soll in diesem Fall supranational agieren. Es ist egal, ob es “Polnische oder Argentinische oder Chinesische Partei Deutschlands heißt, solange dieser Name der Wahrheit entspricht. Wir sind Polen in Deutschland und unsere Partei heißt Polnische Partei Deutschlands, aber jeder ist willkommen, mitzumachen.

Wird die Polnische Partei Deutschlands wirklich gegründet?

Es ist nicht ausgeschlossen. Es ist ein Bildungprojekt. Seine Aufgabe besteht darin, uns allen zu zeigen, wie man eine Patei gründet, sie gestaltet, lenkt und positioniert. Wie man mit ihr Stimmen und Wahlen gewinnt, wie unsere Demokratie mitkreiert. Nach der ersten Phase des Projektes, also Ende 2018, werden wir alle entscheiden, ob wir die Kraft/Energie/Weitsicht und Menschen haben, um das Gelernte auch „amtlich“ umzusetzen, und eine Pertei eintragen lassen.

Was hat das Ganze mit der neuen Situation in Polen und Europa zu tun?

Sehr viel. Wir sind um Polens Zukunft und um die Zukunft Europas besorgt. Destabilisierende Kräfte, die arrogant, ignorant und egoistisch handeln, belügen Leichtgläubige, um eigene Interessen durchzusetzen. Dabei setzen sie auch das eigene Land und den eigenen Kontinent aufs Spiel.

Wer sind wir eigentlich?

Die PPD ist eine Idee des harten Kerns des Clubs der Polnischen Versager. Zu den „Gründungsmitgliedern“ gehörendie aktivsten Mitglieder des CPV.

Ist das alles ernst gemeint?

Wir meinen das Projekt sehr ernst. Noch nie war es uns so ernst wie in diesem Fall. Aber wir gehen es auf unsere Weise an, mit unserer Art von Kommunikation, mit unserer Leichtigkeit, mit unserer Offenheit und mit unserem Mut.

Wozu ein Treffen mit Experten?

Die Experten liefern die Zutaten für die Suppe, die wir dann kochen. Sie haben das nötige Wissen, um das System zu verstehen und darin mitzuspielen. Ohne dieses Wissen ist nicht nur das Projekt verloren, ohne dieses Wissen hat unsere Demokratie verloren.

Mit Hilfe von Experten und unterstützt durch Satireshows wollen wir Menschen aufklären und wieder für Politik begeistern. Wir wollen das System erklären und das System selbst aktiv und kreativ mitgestalten.

Was ist mit “DIE PARTEI”?

Satire hat ihre Grenzen und es gibt Themen, die zu wichtig sind, um mit ihnen herumzuspielen, um sich lediglich darüber lustig zu machen. Dazu gehört die Demokratie. Wer in das politische System einsteigt, trägt die Verantwortung für Menschen, für ihr Leben, Schicksale. Das ist kein Spiel und darf auch nicht zu einem Spiel werden.

Aber der Club der Polnischen Versager arbeitet seit über 20 Jahren auch mit den Mitteln der Satire. Wir werden die satire in diesem Projekt ebenfalls nutzen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen, um aufzuklären und vor allem, um die Leute zu erreichen, die sich sonst nicht für diese schwierigen Themen interessieren. Spielerisch leicht Tonnen schwere Sachverhalte zu vermitteln kann die Satire gut. Dies haben wir im Club der Polnischen Versager mehrere Hundert Male bewiesen. Das wird auch bei diesem Projekt nicht anders sein.

 

Kann ich mitmachen?

Ja, sehr gerne. Unabhängig von deiner Herkunft, nationaler, kultureller oder religiöser Zugehörigkeit. Wir suchen Leute, die sich für die Politik interessieren oder zu interessieren beginnen. Wir wollen ihnen den Einstieg in die gelebte Politik erleichtern. Aber auch allen erklären, wie unsere Demokratie funktioniert und welchen Teil dieses Systems wir erfüllen können und sollen.

Wovon lebt die PPD?

Das gesamte Projekt „Die Polnische Versager gründen eine Partei“ wurde in einem Ideenwettbewerb zur Finanzierung durch die Bundeszentrale für politische Bildung vorgeschlagen. Nach eingehenden Gesprächen mit der bpb wird das Projekt 2018 aus den Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Die Bundeszentrale finanziert nur projektbezogene Honorare und Öffentlichkeitsmaterialien, wie Druck- und Website-Kosten.

Der Club der Polnischen Versager als Ort und als Verein wird nicht durch diese Förderung finanziert und macht damit auch kein Gewinn. Der Club als Verein hat für das PPD-Projekt Eigenmittel definiert und investiert.

Das PPD-Projekt wäre ohne die fleißige, aktive und ehrenamtliche Arbeit von Vereinsmitgliedern auch überhaupt nicht möglich. Wir bedanken uns bei unseren Vereinsmitgliedern dafür sehr herzlich.

Wird die PPD direkt in Polen aktiv?

Wir sind ein deutsches Projekt und richten uns an die in Deutschland lebenden Menschen. Die PPD hat keine Ableger in Polen und wird auch keine haben.

Wird das alles ins Polnische übersetzt?

Nein. Im Rahmen der Förderung ist zunächst kein Geld für eine Übersetzung vorgesehen. Die Polnische Partei Deutschlands freut sich aber über jede engagierte Verstärkung. Ein ehrenamtlicher „Übersetzer“ ist im Projekt herzlich willkommen! Ihr könnt euch gerne melden, und die PPD-Idee ins Polnische übersetzen.

Kann man für die PPD spenden?

Nein. Man kann für die PPD nicht direkt spenden. Das Projekt wird im Jahr 2018 von der Zentrale für politische Bildung gefördert und muss strenge Regelungen gemäß dem Zuwendungsbescheid beachten. Das Projekt muss sorgfältig und solide abgerechnet werden. Dafür sorgt unsere PPD-Schatzmeisterin. Man kann aber gerne für den Club der polnischen Versager e.V. spenden. Der Verein ist gemeinnützig und stellt Spendenquittungen für das Finanzamt aus.