Aus dem Parteiapparat und Ankündigung des Monats November

Liebe PPD-Freunde!

1. jede Partei hat ihre Flügel. In der SPD gibt es den Seeheimer Kreis, die Parlamentarische Linke und das Netzwerk Berlin, die CDU wartet u.a. mit Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft oder einer Gruppierung mit dem (ziemlich coolen) Namen Einstein-Connection auf. In der FDP gibt es Schaumburger Kreis oder Dahrendorf-Kreis und selbst die Linke hat Flügel, die noch linker als links stehen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch in der PPD die Flügelkämpfe ausbrechen und sich die internen Machtpositionen verschieben. Bildungskreis, Kreis für die deutsch-polnischen Beziehungen, Pro-Europa-Kreis, Solidarität mit Benachteiligten-Kreis sowie Ökologie- und Ökonomie-Kreis kämpfen um die Deutungshoheit innerhalb der Partei. Was also können wir tun, um bei allen diesen Flügelkämpfen für unseren Favoriten das Optimum herauszuholen? Wir tun das, was wir in solchen Situationen immer tun. Wir holen uns einen Experten ins Haus und befragen ihn zu unserem Thema des Monats November:

Flügelbildung – Parteiflügel. Realos oder Fundis – wie entstehen Flügelbildung und interne Machtverschiebungen?

 

2. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass unser Experte des Monats November ein wahrer Superstar in der Politikszene ist, den man eigentlich nicht mehr vorstellen muss. Im Laufe seines politischen Lebens war das Grünen-Urgestein Minister auf Landes- und Bundesebene, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Parteivorsitzender, Spitzenkandidat und nun – Gast bei der PPD. Wir freuen uns sehr, ihn in der Parteizentrale im Club der polnischen Versager begrüßen zu dürfen: JÜRGEN TRITTIN. Bereits jetzt haben uns zahlreiche Anmeldungen für den Experten-Abend erreicht. Wer keinen der begehrten Plätze mehr ergattern konnte, kann das Gespräch selbstverständlich via Live-Übertragung im Internet verfolgen.

  • SAVE THE DATE: Expertengespräch mit Jürgen Trittin, Donnerstag, 8.11., um 20 Uhr

 

3. Das politische Leben ist voller Unwägbarkeiten und Unplanbarkeiten. Plötzliche Ereignisse können unverhofft auftreten. Wir machen dabei keine Ausnahme. DESHALB: Die Satire-Show findet dieses Mal bereits am FREITAG statt. Der Kreativflügel unserer Partei hat sich wie immer schwer ins Zeug gelegt und hat sich in Bernau ins Getümmel gestürzt, um Antworten auf die Frage zu finden: Warum bedeutet etwas Rechtes im Deutschen grundsätzlich etwas Gutes und etwas Linkes grundsätzlich das Gegenteil? Das Thema hat auch Parteiarzt Dr. Mordel um seinen gottgerechten Schlaf gebracht. Von links und rechts strömten die Gedanken zu extremen Positionen auf ihn ein und er fragte sich: Was sind das für Menschen? Wie ticken sie? Wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Sind sie gefährlich und wenn ja, für wen?

Derweil spüren Eule und Freunde, dass die Luft für sie immer enger wird und basteln an Strategien, um als lachender Dritter aus den Flügelkämpfen hervorzugehen. Wenn sich linkes und rechtes Lager in der Partei gegenseitig ausspielen, dann sollte doch in der Mitte genug Platz sein, um an die Spitze vorzustoßen. Oder?

  • SAVE THE DATE: Satire-Show am FREITAG, 16.11., um 20 Uhr 

 

4. Dass es nicht nur gegeneinander, sondern auch gemeinsam geht, zeigte die PPD zusammen mit Tausenden anderen am 13. Oktober. Für uns war es selbstverständlich, an der #unteilbar-Demo in Berlin teilzunehmen und für Demokratie und Menschenrechte und gegen Abgrenzung und Diskriminierung auf die Straße zu gehen. „Viele Sprachen – eine Stimme“ – der Slogan der Polnischen Partei Deutschlands hätte zu kaum einer anderen Veranstaltung besser gepasst. Einige Bilder der PPD auf der #unteilbar-Demo gibt es auf: http://polnischepartei.de/unteilbar-ppd/

 

5. Doch wir blicken auch in die Zukunft. Und das durchaus mit Wehmut, denn je näher das Jahresende rückt, umso näher rückt auch der Abschluss unseres PPD-Projektes. Schon in den letzten Wochen und Monaten haben wir erfreut zur Kenntnis genommen, dass verschiedene Personen über uns den Weg in die Volksparteien gefunden haben, um sich dort politisch zu engagieren. Das macht uns stolz und zeigt, dass unser Ansatz gefruchtet hat. 

Mit der Evaluation des PPD-Projektes haben wir bereits begonnen. Alle, die uns in den vergangenen Monaten unterstützt und begleitet haben, sind herzlich dazu aufgerufen, ihre Gedanken einzuwerfen. Damit geht es nicht nur um Vergangenes: Wir wollen auch die Zukunft des PPD-Projekts besprechen. Denn wie hatte einst Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor seinem Haftantritt verkündet: „Das wars noch nicht!“

In diesem Sinne freuen wir uns auf zwei spannende Monate, die vor uns liegen – mit und für Euch!

Bleibt gesund und uns gesonnen!

Eure PPD!